Barrierefreie Spielgeräte schaffen inklusiven Bewegungsraum

Barrierefreiheit ist eine zentrale Voraussetzung für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Vor diesem Hintergrund planen das Bischöfliche Priesterseminar im Bistum Trier sowie die Abteilung Jugend des Bistums Trier, das neue Jugend- und Gästehaus möglichst barrierefrei zu gestalten. Ziel ist es, insbesondere jungen Menschen und Gruppen mit besonderen Bedürfnissen – etwa aus Förderschulen – einen geeigneten Ort für Ausflüge, Begegnungen und Aufenthalte zu bieten.

Junge Menschen benötigen Räume, in denen sie sich frei entfalten, ausprobieren und persönlich weiterentwickeln können – unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Ein inklusives Jugendhaus schafft genau diese Bedingungen: Es verbindet Schutzraum, Freiraum und Begegnungsraum und ermöglicht damit Teilhabe auf Augenhöhe. Im Mittelpunkt der Planung stehen die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit motorischen, körperlichen, sensorischen (Seh-, Hör- und Sprach-) sowie Mehrfachbehinderungen. Das Gästehaus soll so gestaltet werden, dass es selbstbestimmt und möglichst ohne fremde Hilfe genutzt werden kann. Ein wesentliches Prinzip ist dabei die aktive Beteiligung von Betroffenen: Ihre Erfahrungen und Perspektiven fließen direkt in Planung und Umsetzung ein. Dadurch wird sichergestellt, dass die Maßnahmen praxisnah, bedarfsgerecht und nachhaltig wirken.

Ein wichtiger Bestandteil des Gesamtprojekts ist das Teilvorhaben „Spielend verbunden – mit barrierefreien Spielgeräten“, das das Außengelände des Jugend- und Gästehauses zu einem inklusiven Bewegungs- und Begegnungsraum weiterentwickeln soll. Ziel ist es, allen jungen Menschen – mit und ohne Behinderung – eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Nutzung der Außenflächen zu ermöglichen. Im Zentrum steht die Installation eines barrierefreien Karussells, das gemeinsames Spielen und Bewegen auf Augenhöhe erlaubt. Ergänzt wird das Angebot durch ein barrierefreies Trampolin, Tischkicker, Tischtennisplatten, eine Slackline sowie mobile Spiel- und Begegnungselemente. Darüber hinaus entsteht ein Beachvolleyballfeld, das zusätzliche sportliche Möglichkeiten eröffnet. Mit diesen Angeboten wird nicht nur das inklusive Miteinander gestärkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Bewegungsförderung, psychosozialen Gesundheit, Prävention und sozialen Teilhabe geleistet. Durch die barrierefreien Bewegungsräume werden körperliche Aktivität gefördert, motorische Entwicklung unterstützt und soziale Integration nachhaltig gestärkt. Damit verbessert sich langfristig die Lebensqualität junger Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Die Umsetzung des Projekts ist für den Zeitraum von März 2026 bis Dezember 2026 vorgesehen. In dieser Phase erfolgen unter anderem die Überarbeitung der Flächen, notwendige Rückschnitte, die Montage der Spiel- und Sportgeräte sowie die sicherheitstechnische Abnahme und anschließende Inbetriebnahme.

Der Arzneimittelfonds bezuschusst die barrierefreien Spielgeräte mit 1.500 Euro.

Organisation/Verein: Bischöfliches Priesterseminar Bistum Trier in Zusammenarbeit mit der Abteilung Jugend des Bischöflichen Generalvikariats, Jugendhaus Bistum Trier
Projekt: Spielend verbunden – mit barrierefreien Spielgeräten
Jahr: 2026
Fördersumme: 1.500 Euro