Bildung fördern - Gesundheit stärken

Die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen, sind ein wichtiges Thema in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit unserem Bildungssystem. Erkenntnisse aus einer Reihe von wissenschaftlichen Studien belegen einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und seelischen wie körperlichen Erkrankungen.

Frühkindliche Bildungsangebote bei Kindern zwischen 0-6 Jahren stellen, wie das Beispiel der Perry-Preschool-Study aus den USA zeigt, einen geeigneten Beitrag dar, die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern aus unterschiedlichen sozialen Lebenslagen zu sicherzustellen. Neben der Förderung der vorschulischen Kompetenzen steht die Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit, die kein von der Geburt an bestehendes Persönlichkeitsmerkmal ist, im Vordergrund der frühkindlichen Bildungsangebote. Sie helfen somit die Kinder positiv in ihrer Entwicklung zu unterstützen und Herausforderungen und Belastungen des täglichen Lebens zu bewältigen, ohne daran ernsthaft physisch oder psychisch zu erkranken.

Zentrales Anliegen der Fachtagung "Bildung fördern - Gesundheit stärken" war es, die Zusammenhänge von Bildung und Gesundheit zu erläutern, für früh ansetzende und aufeinander abgestimmte Maßnahmen der Bildungsförderung zu werben und Beispiele guter Praxis zu präsentieren.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Förderpreis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. verliehen, der in diesem Jahr insbesondere hessische Projekte auszeichnet, die unter Berücksichtigung frühkindlicher Bildung zur Gesundheitsförderung und Prävention beitragen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Aufbau von Elternkompetenzen, um so die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern (3 bis 6 Jahren) in schwierigen sozialen Lebenslagen zu verbessern.

  • Die Vorträge der Fachtagung "Bildung fördern - Gesundheit stärken" können Sie hier herunterladen.

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