Förderpreise 2017 vergeben

Der Arzneimittelfonds, dem derzeit 14 Unternehmen aus der Gesundheitsindustrie aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland angehören, hat seine Förderpreise 2017 für ehrenamtliches Engagement vergeben. Das Motto des diesjährigen Förderpreises lautete „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Gesamtfördersumme in Höhe von 12.000 Euro teilen sich drei Preisträger.

Eltern-Kind-Wochenende

4.000 Euro gehen an den Bundesverband Neurofibromatose für ein Eltern-Kind-Wochenende von Neurofibromatose betroffenen Familien im hessischen Herbstein. Ziel des Wochenendes war es, die Familien zu stärken und Raum zu schaffen, in dem Ängste, Sorgen und Nöte Platz bekommen. Referenten gaben verständliche Informationen rund um die seltene Erkrankung und halfen, Familienkompetenzen zu entdecken und zu stärken. Somit wurde für alle Teilnehmer etwas Mitnehmbares in den Alltag angeboten. In Einzelgesprächen konnten sich die Familien zu individuellen Problemen beraten lassen.

Seminar gegen Überforderung

Die Fibromyalgie Selbsthilfegruppe Schwalbach erhält 4.000 Euro für ein Seminar gegen Überforderung in der Selbsthilfe. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Selbsthilfegruppe eine Supervision für Selbsthilfegruppenleiter. In dem Seminar lernten die Teilnehmer, sich eigener Überforderungssituationen bewusst zu werden. Anhand konkreter Beispiele aus dem Selbsthilfe-Alltag wurden gemeinsam Strategien entwickelt, die den Umgang mit belastenden Situationen erleichtern sollen.

Hilfe bei Histiozytose

Über weitere 4.000 Euro kann sich die Wiesbadener HistiozytoseHilfe freuen. Der Zusammenschluss von Betroffenen unterstützt an Histiozytose erkrankte Menschen und deren Angehörige. Eines der großen Ziele des Vereins ist es, Histiozytose in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Auch viele Ärzte haben noch immer zu wenig Erfahrung mit der äußerst seltenen Krebsart. Immer wieder wird die Histiozytose nicht sofort erkannt, was eine Verzögerung
der Behandlung zur Folge hat.

Der Förderpreis des Arzneimittelfonds wird seit 1999 jährlich unter einem wechselnden Motto vergeben. Eine Jury aus Vertretern der Politik, der Industrie sowie des Arzneimittelfonds bewertet die eingereichten Projekte und entscheidet über deren Nominierung für den Förderpreis.

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